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Flowerpornoes

Kann eine Band, die seit mehr als drei Jahrzehnten zusammenspielt, noch überraschen? Wenn sie Flowerpornoes heißt, schon. In den Achtzigern in Duisburg gegründet, in den Neunzigern die schlaue deutsche Popmusik entscheidend mitgeprägt, bis heute kein Moos angesetzt. Zwischendurch hat Sänger/Songschreiber Tom Liwa einige beeindruckende Solowerke veröffentlicht, und nun haben die Flowerpornoes mit "Morgenstimmung" ein Album aufgenommen, das gleich in mehrerer Hinsicht so krass wie unwiderstehlich ist: Es erzählt aus diversen Perspektiven brutal ehrlich von menschlichen Verbindungen und Verletzungen, es ist ein ROCKalbum mit lauten Gitarren und enormer Dringlichkeit - und es wird superindependent nur per Bandcamp vertrieben. "Eine Offenbarung, ein großartig wummerndes Amalgam aus Gitarrenlärm, süß zerzausten Melodien und Singalong-Bewusstseinsströmen", fand die "Süddeutsche", während der "Rolling Stone" "euphorisch lodernde Intuitionsenergie" erkannte. Andere sprechen von "faszinierender Sound-Architektur".
Und live wird es nicht weniger erstaunlich werden: Es ist niemals klar, was einen bei den Flowerpornoes erwartet. Jedenfalls keine Routine. Wenn Tom Liwa, Birgit Quentmeier (Keyboards), Markus Steinebach (Bass) und Giuseppe Mautone (Schlagzeug) zusammenkommen, passiert etwas Magisches - das kann psychedelisch-ausufernd werden oder ein Hit-Feuerwerk (das nichts mit den Charts zu tun hat), es kann einen mitten ins Herz treffen oder den Kopf platzen lassen, je nach Tagesform. Was bestimmt nicht aufkommen wird: Langeweile.