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Bob Mould

Nur wenige Rockmusiker gehen ihren Weg so unbeirrt wie Bob Mould. Schicksalsschläge scheinen diesen Mann nur stärker zu machen. In letzten Jahren musste Mould den Tod seiner Eltern und seines ehemaligen Band-Kollegen Grant Hart verwinden. Mit diesem hatte er einst Hüsker Dü gegründet und die Punk-Karten in den 80er-Jahren noch einmal ganz neu gemischt. Kein anderer Songschreiber hat so oft und experimentierfreudig demonstriert, dass brutale Noise-Kaskaden mit grandiosem Songwriting, Texte von innerlicher Zerrissenheit mit eingängigen Hooklines harmonieren. Bei Mould bedingt das alles einander. In einer Welt, deren Werte immer mehr durch eine konsumistischen Lebenshaltung bestimmt werden, verordnet dieser Musiker sich und seinen Fans eine befreiende Urschrei-Therapie. Ob mit Hüsker Dü, Sugar oder solo – stets gewährte Moulds Werk einen ungeschminkten Blick in seelische Abgründe. Dass er auch anders kann, zeigt er auf seinem aktuellen, gar nicht ironisch betitelten Album „Sunshine Rock“. Doch sollte man Mould unbedingt live erleben. Auf der Bühne verwandelt sich der sonst so aufgeräumt wirkende, freundliche Sänger und Gitarrist auch mit Ende 50 in ein kaum zu bändigendes Energiebündel.